YANGSHENG TCM
 
Chinesische Medizin

Methoden


Akupunktur

Mit der Akupunktur wird der Qi-Fluss im Körper reguliert. 

Die Akupunktur ist eine äussere Therapie. Über spezifische Punkte am Körper, beeinflusst sie gezielt die verschiedenen Körperfunktionen. Man kennt ca. 360 klassische Akupunkturpunkte, welche auf den Leitbahnen liegen. Es werden mehrere Punkte ausgewählt, um die gewünschte Regulation zu erzielen. Je nach Körperpartie wird die Nadel von einigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern tief gestochen, der Einstich sollte schmerzfrei sein. Beim Manipulieren der Nadel kann ein leichtes Ziehen, ein Gefühl der Wärme oder Schwere, ein feines elektrisches Ausstrahlen oder auch eine andere Sensation empfunden werden. Dieses Gefühl - dè qì - ist durchaus gewollt, da es die Behandlung effektiver macht. Je nach Körperwahrnehmung, oder auch bei Qì-Mangel, oder je nach Ort der Nadeluni, kann es auch gut sein, dass dieses Gefühl nicht ausgelöst wird.


Ein kleiner Ausflug in die Geschichte der Akupunktur

Die ältesten Zeugnisse für die Akupunktur sind Steinnadeln aus der Zeit des sagenumwobenen „Gelben Kaisers“ (Huang Di), welcher von 2698 bis 2598 v.Chr. lebte. Der älteste Fund von metallenen Akupunkturnadeln stammt aus dem 2.Jahrhundert v.Chr.. 

In der gleichen Zeitperiode (Han-Dynastie) wurde das erste (und heute noch wichtigste Buch) über Akupunktur geschrieben, der „Klassiker des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin (Huang Di Nei Jing). Das zu dieser Zeit revolutionäre Werk zeigt auf, wie die Krankheiten entstehen und die Organe beeinflussen - und wie eine Harmonie wieder herbeigeführt werden kann. Hierfür wird das System der Leitbahnen und Akupunkturpunkte kreiert. 

  

 

„Akupunktur“ - was heisst das?

„Akupunktur“ und auch „Akupunkturpunkte“ sind beides etwas unglückliche Übersetzungen.

Was wir im Westen als Akupunktur kennen wird in China als „zhēn jiǔ“ bezeichnet. "Zhen" heisst stechen und "Jiu" meint „brennen“. Somit geht es also um die Anwendung von Nadeln und von Wärme/Hitze. Heutzutage wird zur Wärmeanwendung meist Moxakraut verwendet.

Das Chinesische Wort für Akupunkturpunkt ist „xué“ und weist auf eine Grotte oder Höhle hin. Wir können bei bei den „Punkten“ also von Eingängen in den Körper sprechen, ähnlich einer Höhle, die in einen Berg hineinführt. Dies impliziert auch, dass bei der Lokalisation nach einer „Leere“ gesucht werden sollte und nicht nach einem (vollen) Punkt.




 

Moxibustion / Moxa

Moxa ist die Bezeichnung für die Heilpflanze Artemisia vulgaris, welche sowohl in Asien als auch in Europa zuhause ist. Besser bekannt ist sie unter dem Namen Beifuss. 

Durch das Abbrennen von Moxa entsteht Wärme, welche tief nach innen (über die Nadel) oder auch aussen wirkt. „Reiskorn-Moxa“ (Okyu) ist eine einfache und effektive Form der Moxibustion, welche speziell auch bei Kindern, älteren und schwächeren Patienten oder auch bei Personen, welche keine Nadeln mögen, eingesetzt werden kann. Moxa kann den Anwendungsbereich der Akupunktur erweitern, speziell bei folgenden Situationen:

  • Starke Leere oder Erschöpfung der Leitbahnen
  • Kälte in den Leitbahnen
  • Stagnationen, speziell Blutstase
  • Bei Kinderbeschwerden
  • Immunschwäche und auch bei Yang-Mangel



Gua Sha 

Beim Gua Sha reibt man mit einem runden Gegenstand (z.B. Hornschaber, Porzellanlöffel, Deckel, oder grosse Chinesische Münze) über grössere oberflächliche Leitbahnabschnitte und löst dabei sehr alte Blockaden, leitet Hitze und Toxine aus. 

Je stärker das Leiden ist, desto mehr (und dunkleres) „shā“ (eine Art dunkler Ausschlag als Reaktion) zeigt sich. Gua Sha kann sehr effizient bei Infekten und chronischen Schmerzen am Bewegungsapparat eingesetzt werden.






 

Schröpfen

Bei diesem Ausweitungsverfahren werden vor allem am Rücken Schröpfgläser auf die Haut gesetzt, über eine Nadel oder auch ohne Nadel. Durch das entstehende Vakuum wird das Blut in die Haut gesogen. 

Auch hier soll der Energiefluss von Qi und Blut. angeregt werden. Das Schröpfen, im Gegensatz zum Gua Sha, wird als sehr angenehm empfunden.








Diätetik

Bei der Chinesischen Diätetik geht es nicht um Kalorienzählerei und dergleichen, sondern um die energetische Wirkung des Nahrungsmittel durch Temperaturverhalten (warm, heiss, neutral, kühl und kalt) und Geschmack (sauer, bitter, süss, scharf und salzig). 

Auch die Kochmethode beeinflusst das thermische Verhalten.

Eine ausgewogene Ernährung nach chinesischen Grundsätzen dient der Prävention aber auch der Therapie.